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Die 25-kg-Grenze im Blick: Der Vorstand macht den Check – Wer zieht mit?
 
Liebe Fliegerkollegen,
 
der Modellflugsport verbindet faszinierende Technik mit handwerklichem Geschick und der Leidenschaft fürs Fliegen. In den letzten Jahren sind unsere Modelle durch moderne Antriebe, leichtere Werkstoffe und fortschrittliche Elektronik immer größer, detailgetreuer und leistungsstärker geworden. Mit diesem Wachstum geht jedoch auch eine steigende Verantwortung einher – insbesondere beim Blick auf das Abfluggewicht (MTOM). Aus gegebenem Anlass möchten wir euch heute über die rechtlichen und praktischen Rahmenbedingungen der 25-Kilogramm-Grenze auf unserem Fluggelände informieren.
Warum sind 25 kg die magische Grenze?
Der Gesetzgeber und die Luftfahrtbehörden ziehen bei einem Startgewicht von exakt 25 kg eine strikte Trennlinie. Bis zu diesem Gewicht bewegen wir uns im Rahmen der bekannten Verbandserlaubnisse (z. B. bei uns MFSD, den DMFV oder den DAeC) und den allgemeinen Regeln für den Modellflug.
Sobald ein Modell die 25-kg-Marke auch nur um ein Gramm überschreitet, ändert sich der rechtliche Status komplett:
Das Modell gilt ab diesem Moment rechtlich nicht mehr als reines „Flugmodell“, sondern als zulassungspflichtiges Luftfahrzeug – vergleichbar mit einem bemannten Ultraleichtflugzeug oder Segelflugzeug.
Die Konsequenzen bei Überschreitung ( > 25 kg)
Ein Modell mit mehr als 25 kg Abfluggewicht darf auf unserem (und den meisten anderen) Modellflugplätzen nicht ohne Weiteres gestartet werden. Für den Betrieb gelten extrem strenge Auflagen:
  • Zulassungspflicht: Das Modell muss durch einen offiziellen Gutachter abgenommen und zugelassen werden.
  • Kennzeichnungs- und Nachweispflicht: Es ist ein separates Kennzeichen sowie ein detailliertes Bordbuch erforderlich.
  • Pilotenschein: Der Steuerer benötigt einen speziellen Steuerernachweis für Großmodelle (häufig inklusive einer praktischen und theoretischen Prüfung).
  • Aufstiegserlaubnis des Platzes: Unser Gelände benötigt eine explizite behördliche Genehmigung für den Betrieb von Modellen über 25 kg. Liegt diese nicht vor, herrscht für diese Gewichtsklasse ein absolutes Startverbot.
Die Problematik in der Praxis: Der „Trocken-Irrtum“
Ein häufiges Problem bei Großmodellen oder schweren Scale-Nachbauten ist die Berechnung des Gewichts. Maßgeblich für die Einhaltung der Grenze ist immer das Startgewicht beim Abheben (MTOM). Das bedeutet:
  • Ein Jet, der trocken (ohne Kerosin) 23,5 kg wiegt, überschreitet mit vollem 2-Liter-Tank beim Start die 25-kg-Grenze deutlich.
  • Große Verbrennermodelle müssen inklusive vollem Kraftstoff- und ggf. Smokertank gewogen werden.
  • Auch Akkus bei großen Elektro-Modellen zählen voll zum Startgewicht.
Hinweis: Im Falle eines Unfalls prüft die Versicherung als Erstes das tatsächliche Startgewicht. Liegt dieses ungenehmigt über 25 kg, erlischt in der Regel der Versicherungsschutz und der Pilot haftet vollumfänglich privat.
 
Wir gehen mit gutem Beispiel voran: Praxistest Sea Fury (Airworld)
 
Um zu zeigen, dass es hierbei nicht um Misstrauen, sondern um die rechtliche Absicherung von uns allen geht, gehen wir als Vorstand direkt voran. Gerade wir als langjährige Mitglieder und erfahrene Piloten tragen hier eine besondere Vorbildfunktion. Unsere „alten Hasen“ im Verein haben den Modellbau über Jahrzehnte geprägt – und genau diese Erfahrung verpflichtet uns heute, auch beim Thema Flugsicherheit und Rechtssicherheit die Führung zu übernehmen. Am Ende ist es auch eine Frage der Fliegerehre, mit gutem Beispiel voranzugehen und zu zeigen, dass man seine Fluggeräte im Griff hat – und zwar bis aufs Gramm genau.
Unser Vorstandsmitglied und Lärmmessbeauftragter hat daher den Anfang gemacht und seinen größten „Brocken“ im flugfertigen Zustand auf die Waage gestellt: die beeindruckende Sea Fury von Airworld.
Ziel war es, eine lückenlose und transparente Messung durchzuführen, die als Blaupause für alle zukünftigen Dokumentationen im Verein dient.
 
Der Ablauf der offiziellen Messung:
  1. Vorbereitung: Das Modell wurde im absolut flugfertigen Zustand auf die Waagen gerollt.
  2. Betankung: Um das echte Abfluggewicht (MTOM) zu ermitteln, wurde das Modell vollständig vollgetankt (inklusive Kraftstoff und ggf. Smokerflüssigkeit).
  3. Dokumentation: Die Messung wurde per Foto (Gesamtansicht auf der Waage sowie ein Nahaufnahmefoto der Waagendisplays) festgehalten und in ein offizielles Wiegeprotokoll eingetragen.
(Hier das Foto deiner Sea Fury auf der Waage einfügen)
Bild 1: Die Airworld Sea Fury flugfertig auf der Vereinswaage.
 
 
(Hier das Foto des Waagendisplays einfügen)
Bild 2: Unbestechlich – Das exakte Messergebnis der Waagendisplays im vollgetankten Zustand.
 
Zwei weitere Kollegen haben sich der Aktion sofort angeschlossen und ihre großen Modelle ebenfalls bereits erfolgreich dokumentiert. Damit ist bewiesen: Transparenz schafft Sicherheit für uns alle!
 
Einzug ins Vereinsregister: Wie geht es weiter?
 
Nach dem starken Auftakt unserer erfahrenen Piloten bitten wir nun alle Vereinskollegen, nachzuziehen und ihre Modelle, die potenziell die 20-kg-Marke überschreiten könnten, ihre Modelle im Verein wiegen zu lassen.
  • Wiegetermine: Die Messungen können unkompliziert direkt bei unserem Lärmmessbeauftragten durchgeführt werden.
  • Dokumentation: Jedes Modell erhält ein offizielles Wiegeprotokoll inklusive Fotos für die Vereinsunterlagen. Damit hat auch der Pilot im Zweifelsfall einen schriftlichen Nachweis für seine Versicherung in der Hand, dass das Modell am Tag X legal betrieben wurde.
  • Eigenverantwortung & Beratung: Solltet ihr ein Projekt planen, das an der Grenze kratzt, sprecht uns frühzeitig an. Oft lässt sich durch gezielten Leichtbau das Limit sicher unterschreiten.
Das passende Formular für das Wiegeprotokoll liegt ab sofort im Vereinsheim aus oder kann direkt hier auf der Homepage heruntergeladen werden.

Offizielles Gewichtsregister unseres Vereins
Um maximale Transparenz zu gewährleisten und als Vorbilder voranzugehen, führen wir ab sofort eine fortlaufende Liste aller erfolgreich gewogenen und dokumentierten Modelle in dieser Gewichtsklasse.
Die Liste wird nach jeder erfolgreichen Messung durch unseren Lärmmessbeauftragten fortlaufend aktualisiert.
 
DatumPilotModell / HerstellerAntriebStatus / ProtokollMTOM (Startgewicht)
[Datum] Reinhard Eichenseher Sea Fury (Airworld) VM R5-250 Erfolgreich archiviert 23,3 kg
[Datum] Reinhard Eichenseher Mustang P51 (Carf) MVVS 80 2-Takt Benzin Erfolgreich archiviert 19,7 kg
[Datum] Reinhard Eichenseher Viperjet (Tomahawk) Jetcat 180 Erfolgreich archiviert 21,3 kg

 

 

hier könnte dein Modell stehen

 
 
Hinweis an alle betroffenen Piloten: Sobald eure Messung durchgeführt wurde, wird euer Modell ebenfalls hier aufgenommen. Ziel ist es, dass bis zum Start der kommenden Flugsaison alle Großmodelle unseres Vereins in dieser Tabelle lückenlos und rechtssicher erfasst sind.
 
Wir danken euch für eure Kooperation und Mithilfe, damit unser Hobby für uns alle sicher und rechtlich unbedenklich bleibt.
 
Holm- und Rippenbruch,
Der Vorstand
 

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OFFIZIELLES WIEGEPROTOKOLL & KONFORMITÄTSNACHWEIS
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1. STAMMDATEN
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Pilot / Halter: ___________________________ Datum: ____________
Modellbezeichnung: ___________________________ Baujahr:____________
Hersteller/Bausatz: ___________________________

2. TECHNISCHE AUSSTATTUNG & ANTRIEB
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Antriebsart: [ ] Verbrenner [ ] Turbine [ ] Elektro
Motor / Triebwerk: __________________________________________________
Schalldämpfer: __________________________________________________

3. GEWICHTSERMITTLUNG (flugfertiger Zustand)
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A. Leergewicht (trocken, inkl. Akkus): ___________ kg
B. Kraftstoff / Kerosin (vollgetankt): + ___________ kg
C. Smoker-Flüssigkeit (vollgetankt): + ___________ kg
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= TATSÄCHLICHES ABFLUGGEWICHT (MTOM): =========== kg
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(Maßgeblicher Wert für Aufstiegserlaubnis und Versicherungschutz!)

4. FOTODOKUMENTATION (Pflicht)
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[ ] Foto 1 erstellt: Gesamtansicht des Modells auf der Waage
[ ] Foto 2 erstellt: Nahaufnahme des Waagendisplays mit kg-Anzeige

5. BESTÄTIGUNG
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Hiermit wird die Richtigkeit der obigen Angaben bestätigt.

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Unterschrift Pilot Unterschrift Prüfer/Vorstand